Aufstieg oder Ausstieg? Hauptsache anders!

Managerinnen „50plus“ auf dem Absprung: EWMD und Familienministerium stellen aktuelle Studie vor

Berlin/Frankfurt. Am 17. Mai stellt das Europäische Management-Netzwerk „European Women's Management Development International Network“ (EWMD) Deutschland und Berlin/Brandenburg gemeinsam mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Berlin eine neue Studie „Managerinnen ,50plus’ - Karrierekorrekturen erfolgreicher Frauen“ vor. Anschließend wird es eine Podiumsdiskussion mit Experten und Expertinnen aus Politik, Wirtschaft, Bildung und Gesellschaft zu den Ergebnissen der Studie geben. Die Veranstaltung findet in der Hessischen Landesvertretung, In den Ministergärten 5, in Berlin statt und beginnt um 17 Uhr.

„Auffällig ist, dass nach vielen Jahren in hohen Leitungsfunktionen Frauen um die Fünfzig häufig das Unternehmen verlassen, um sich neu zu orientieren. Das kann der Weg in die Selbstständigkeit sein oder aber der Rückzug ins Privatleben. Den Unternehmen geht damit wichtiges Know-how und Potenzial verloren“, so Vorstandsmitglied im EWMD Berlin/Brandenburg Marion Diehr, Initiatorin und EWMD Projektleiterin. Sie wollte wissen, was diese Frauen antreibt, welches ihre Werte und Motive sind und wie sich gegebenenfalls ihre Interessen mit denen des Unternehmens in Einklang bringen lassen. Der EWMD beauftragte daher Frau Professor Christiane Funken von der Technischen Universität Berlin, dies zu erforschen.

30 Lebenswege aus Deutschland, Österreich und der Schweiz

Als Leiterin der wissenschaftlichen Untersuchung nahm Professorin Christiane Funken vom Institut für Soziologie der Technischen Universität Berlin die berufliche Situation von 30 Managerinnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz unter die Lupe. Die Ergebnisse fasste die Wissenschaftlerin in der aktuellen Studie zusammen, die nun in Berlin vorgestellt wird. Die Studie wurde finanziert vom EWMD Deutschland und gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Diskussion und die Entwicklung von Perspektiven

„Wir erhoffen uns eine rege Diskussion darüber, warum Frauen, die es eigentlich „geschafft“ haben, sich in ihrer Lebensmitte für einen neuen Weg entscheiden. Auch möchten wir Perspektiven aufzeigen, was Unternehmen tun können, um diese Managerinnen stärker an sich zu binden und langfristig von ihrem Wissen und ihren Erfahrungen zu profitieren“, so Marion Diehr.

Folgende Teilnehmer und Teilnehmerinnen werden sich unter der Moderation der Berliner Journalistin Birgit Schönberger an der Podiumsdiskussion beteiligen: Dr. Brigitte Lammers, Personalberaterin bei Egon Zehnder International; Professorin Dr. Christiane Funken von der Technischen Universität Berlin; Harald Winkler, Geschäftsführer der Managementberatung „Power of Excellence“; Eva Maria Welskop-Deffaa, Ministerialdirektorin und Leiterin der Abteilung Gleichstellung im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend; Dr. Sigrid Evelyn Nikutta, Vorstandsvorsitzende der Berliner Verkehrsbetriebe; PD Dr. Hilmar Schneider, Direktor für Arbeitsmarktpolitik am Institut zur Zukunft der Arbeit und Dipl.-Ing. Maren Heinzerling vom Deutschen Akademikerinnenbund und dem Center of Excellence Women and Science (CEWS). Dr. Hermann Kues, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wird die Veranstaltung eröffnen.

Zur Vorstellung der aktuellen Studie und der anschließenden Podiumsdiskussion laden der EWMD Deutschland und der EWMD Berlin/Brandenburg für Dienstag, 17. Mai 2011, 17 Uhr, in die Hessische Landesvertretung, In den Ministergärten 5, nach Berlin ein. Ausführliche Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden sich unter www.ewmd-deutschland.de.

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EWMD (European Women's Management Development International Network)
EWMD ist ein internationales Management-Netzwerk für ManagerInnen, UnternehmerInnen und Selbstständige mit ca. 800 Mitgliedern in 25 Ländern. Das Netzwerk fördert Frauen und Männer und bietet eine Plattform für den qualifizierten Austausch von Erfahrungen und Entwicklungen im Management. Mitglieder setzen sich für eine bessere „Gender-Diversity“, mehr Frauen in Führungspositionen und eine nachhaltige „Work-Life-Balance“ ein – branchenübergreifend und international. Neben Privatpersonen sind auch Unternehmen Mitglieder. Basis des persönlichen Netzwerkens sind Themenabende, Netzwerk-Lounges und der gemeinsame Besuch kultureller Veranstaltungen.

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